Ansaughöhe (Kavitation)

Die Ansaughöhe ist der maximale Höhenunterschied zwischen Wasserspiegel und Pumpe – wird sie überschritten, entstehen Dampfblasen (Kavitation) und Förderausfall.

Die Ansaughöhe ist der senkrechte Höhenunterschied zwischen Wasserspiegel und Pumpe bei einer saugenden Pumpe oder einem Hauswasserwerk. Sie ist nicht beliebig durch eine stärkere Pumpe lösbar: Die Pumpe erzeugt Unterdruck, der atmosphärische Luftdruck drückt das Wasser nach oben.

Theoretisch liegt diese Grenze bei Normluftdruck bei rund 10,33 m. Praktisch bleiben wegen Dampfdruck, Reibungsverlusten in der Saugleitung und Sicherheitsreserve meist etwa 7 bis 8 m. Wird die Grenze überschritten, können Dampfblasen entstehen. Diese Kavitation stört die Förderung, belastet die Pumpe und kann zum Förderausfall führen.

Der Pumpen-Förderhöhen-Rechner warnt deshalb bei großen Ansaughöhen. Für tiefere Wasserstände ist eine Tauchpumpe oder Tiefbrunnenpumpe meist die bessere Richtung, weil sie im Wasser sitzt und drückt statt zu saugen. Im Ratgeber Betriebskosten und Trinkwasserschutz bei Regenwasseranlagen steht die Ansaughöhe als Betriebsrisiko: Eine Anlage, die an der Sauggrenze läuft, spart im Alltag weniger zuverlässig Wasser.