Erdtank oder Kellertank: Was ist der Unterschied?

Ein Erdtank wird außerhalb des Hauses eingegraben, ein Kellertank steht im Gebäude und belegt dort Nutzfläche. Für die reine Größenrechnung im Zisternengrößen-Rechner zählt zuerst das nötige Nutzvolumen; die Tankbauart entscheidet anschließend über Einbau, Zugänglichkeit und Platzbedarf.

Der Erdtank spart Kellerraum und liegt im Boden frostgeschützt. Dafür braucht er Aushub, eine passende Einbausituation, tragfähigen Untergrund und einen sinnvoll geführten Überlauf. Bei Bestandsgebäuden ist der Garten oft der einzige Ort, an dem größere Speichervolumen überhaupt unterzubringen sind.

Der Kellertank ist einfacher zu kontrollieren und kann modular aufgebaut sein. Er braucht aber genügend Innenraum, eine geeignete Aufstellfläche und einen Weg, auf dem Tankmodule ins Gebäude kommen. In Neubauten lässt sich das einplanen; im Bestand scheitert es oft an Türen, Treppen, Raumhöhe oder verlorener Nutzfläche.

Die Wahl ersetzt nicht die Volumenrechnung. Erst sollte klar sein, welches Nutzvolumen zu Regenwasserertrag, Brauchwasserbedarf und Trockenperiode passt. Danach prüfst du, ob dieses Volumen als Erd- oder Kellertank realistisch eingebaut werden kann. Die Grundlagen zur Bandbreite erklärt der Ratgeber Zisternengröße richtig bestimmen.

Auch Wartung und Leitungswege gehören in diese Entscheidung: zugänglich ist nicht automatisch besser, wenn dadurch lange oder ungünstige Leitungswege entstehen.