Kreiselpumpe oder selbstansaugende Pumpe – der Unterschied?

„Selbstansaugend” ist eine Bauform der Kreiselpumpe, kein Gegensatz dazu. Gartenpumpe, Hauswasserwerk und Hauswasserautomat sind alle drei trocken aufgestellte, selbstansaugende, mehrstufige Kreiselpumpen.

Die beiden Begriffe beschreiben verschiedene Ebenen derselben Pumpe. „Kreiselpumpe” nennt das Funktionsprinzip: Ein rotierendes Laufrad beschleunigt das Wasser und erzeugt so den Förderdruck. „Selbstansaugend” beschreibt dagegen eine Fähigkeit dieser Bauart: Sie kann, einmal befüllt, aus einer tiefer liegenden Quelle Wasser hochziehen, statt zuvor von Hand geflutet werden zu müssen. Eine Kreiselpumpe ohne diese Fähigkeit müsste vor jedem Start manuell mit Wasser gefüllt werden. Verwechselt werden die Begriffe meist, weil im Garten- und Hausbereich praktisch jede Kreiselpumpe selbstansaugend ausgeführt ist – doch das eine ist das Prinzip, das andere eine zusätzliche Eigenschaft davon.

Deutlich wird das an drei Gerätearten, die auf den ersten Blick unterschiedlich wirken: Gartenpumpe, Hauswasserwerk und Hauswasserautomat. Ein Blick in den Katalog eines einzelnen Herstellers zeigt, dass alle drei praktisch dieselben Kennwerte bei Förderhöhe, Volumenstrom und Ansaughöhe tragen. Der Unterschied liegt nicht in der Hydraulik, sondern ausschließlich in Steuerung und Speicher: Die Gartenpumpe wird von Hand ein- und ausgeschaltet. Das Hauswasserwerk hat einen Druckbehälter, der kleine Entnahmen puffert und die Pumpe erst bei sinkendem Druck startet. Der Hauswasserautomat hat keinen Behälter und schaltet elektronisch bei jeder einzelnen Entnahme neu. Die genauen Katalogwerte und diesen Zusammenhang zeigt die Tabelle Pumpenarten im Vergleich.

Für die konkrete Kaufentscheidung – etwa ob im Garten eine Tauchpumpe oder ein Hauswasserwerk sinnvoller ist – beantwortet diese Seite nichts: Das ist eine Frage des Anwendungsfalls, keine Begriffsfrage. Sie ist in der FAQ Tauchpumpe oder Hauswasserwerk für die Gartenbewässerung? beantwortet.