Welche Pumpe eignet sich für Keller und Entwässerung?
Bei klarem bis leicht getrübtem Kellerwasser reicht eine Klarwasser-Tauchpumpe, bei Schlamm, Bauschutt oder in der Baugrube braucht es eine Schmutzwasser- oder Entwässerungspumpe mit größerem Feststoffdurchgang.
Den Unterschied macht der Feststoffdurchgang: Klarwasserpumpen lassen Partikel bis etwa 3 bis 5 mm passieren, Schmutzwasser- und Entwässerungspumpen 20 bis 40 mm, die meisten Modelle liegen bei 30 bis 35 mm. Diese Zahl beschreibt, ab welcher Korngröße das Laufrad verstopft — sie ist kein Filterwert und keine Aussage über Verschleiß. Feiner Sand unterschreitet beide Grenzen mühelos und ist trotzdem abrasiv: Er setzt sich nicht fest, schleift aber Laufrad und Gleitringdichtung ab. Wer eine sandige Baugrube oder einen verschlammten Kellerschacht leerpumpt, braucht deshalb nicht nur den passenden Feststoffdurchgang, sondern eine Pumpe, die grundsätzlich für Sand ausgelegt ist. Ein Blick auf das Wasser genügt oft als erste Orientierung: Schwimmt sichtbarer Bodensatz mit oder ist das Wasser trüb bis undurchsichtig, ist die Schmutzwasserpumpe die richtige Wahl; bleibt es klar, reicht die einfachere Bauart.
Eine zweite, oft übersehene Fehlerquelle ist der Trockenlauf: Bleibt der Schwimmerschalter irgendwo hängen oder ist er falsch eingestellt, schaltet die Pumpe nicht ab, sobald kein Wasser mehr ansteht, und läuft trocken.
Eine Abgrenzung gehört noch dazu: Eine Schmutzwasser-Tauchpumpe aus dem Garten- und Heimwerkersegment ist keine Hebeanlage für die Gebäudeentwässerung unterhalb der Rückstauebene. Für Entwässerungsgegenstände in diesem Bereich sind DIN 1986-100 „Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke” und DIN EN 12056-4 einschlägig; ob und welche Anforderungen im Einzelfall gelten, lässt sich an dieser Stelle nicht beurteilen — maßgeblich sind die örtliche Entwässerungssatzung und die Fachplanung.
Für die Auslegung im Detail – wie hoch und mit welchem Volumenstrom die Pumpe fördern muss – rechnet der Pumpen-Förderhöhen-Rechner aus geodätischer Höhe, Fließdruck und Leitungsverlusten die passende Förderhöhe. Die Reihenfolge der ganzen Auswahl beschreibt der Ratgeber Pumpe auswählen und auslegen, die Werte der einzelnen Bauarten stehen nebeneinander in der Tabelle Pumpenarten im Vergleich.