Welche Rolle spielt der Abflussbeiwert beim Regenwasserertrag?
Der Abflussbeiwert reduziert den theoretischen Niederschlag auf die Wassermenge, die von der Dachfläche tatsächlich abfließt. Ohne ihn würde der Regenwasserertrags-Rechner so tun, als käme jeder Liter Regen am Zisterneneingang an.
Praktisch ist der Wert ein Faktor zwischen 0 und 1. Ein Wert von 0,80 bedeutet: 80 Prozent der rechnerischen Regenmenge werden als Abfluss angesetzt, 20 Prozent bleiben durch Benetzung, Verdunstung, Rückhalt oder Speicherwirkung der Oberfläche außen vor. Harte, glatte Dächer liefern deshalb mehr nutzbaren Ertrag als begrünte oder bekieste Dächer.
Der wichtigste Punkt ist die Dachart-Auswahl. Ein geneigtes Hartdach und ein intensives Gründach können bei gleicher projizierter Fläche und gleichem Jahresniederschlag deutlich verschiedene Erträge liefern, weil das Gründach mehr Wasser zurückhält. Die konkreten Richtwerte im Rechner stammen aus dem Research- und Calculator-Design der WasserTools-Domäne; sie sind als praxisübliche Planungswerte zu verstehen, nicht als aktuelle Normtabelle.
Wenn du den Begriff unabhängig vom Rechner nachlesen willst, steht die kurze Definition im Glossar unter Abflussbeiwert. Für die Ergebniszahl zählt er zusammen mit projizierter Dachfläche, Jahresniederschlag und Filterwirkungsgrad.